Die Geschichte des SuS Legden


Die ausführliche Version der Geschichte finden sie im Bereich Download als PDF-Datei hinterlegt.


22.06.1911
Die Gründung des Vereins - Legdener Schüler des Coesfelder Gymnasiums und einige Handwerkslehrlinge gründen einen Fußballclub unter dem Namen „FC Germania Legden“.
Das Gründungsprotokoll vom 23.06.1911 ist im Original vorhanden. Eine Fotokopie und die Abschrift in lateinischer Schrift ist an der Stellwand angebracht.

Himmelfahrtstag
Das erste Fußballspiel gegen eine Mannschaft aus Lette war bereits vor der Vereinsgründung angesetzt. Da die gegnerische Mannschaft aber nicht erschien, wurde das Spiel mit vierzehntägiger Verspätung ausgetragen. Das Spiel gewann die Legdener Mannschaft.

nach 1918
Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes nach dem 1. Weltkrieg war nicht einfach. 4 der 16 Mitglieder waren im Krieg gefallen.

10.10.1919
Nach einem Beschluß der Spieler Franz Blanke, Franz Boymann, Josef Brinkmann, Ludwig Degenhardt und Hermann Möller wurde der Verein in „ FC Olympia Legden“ umbenannt.

23.10.1919
Der Verein heißt jetzt „Spiel und Sport Legden 1911“.

28.12.1919
In Legden gab es noch einen weiteren Sportverein „FC Glückauf“. Nach längerer Vorbereitungsphase wurde dieser Verein am 28.12.1919 in den SuS übergeführt.
Nach der Fusion zählte der Verein 104 Mitglieder, darunter 30 Ehrenmitglieder. Es wurden 2 Fußballmannschaften aufgestellt.

1911 – 1930
Zur damaligen Zeit bereitete die Beschaffung der Sportplätze die größte Sorge. Da kein fester Platz zur Verfügung stand, richtete man gleich mehrere einigermaßen ebene Wiesen durch Aufstellen von Toren als Sportplätze her.
Die Jahrespacht für den Sportplatz (Weide) betrug z.B. im Jahre 1925 100 Reichsmark.
Als Umkleidekabine wurde auch der Wartesaal am Bahnhof (bewirtet von Toni Decker) benutzt.

10.07.1921
In einer turbulenten Generalversammlung wurde eine Verbindung des Sportvereins mit dem kirchlichen Jugendverein abgelehnt. Daher schloß man sich noch im selben Jahr dem DJK an. Aus verkehrstechnischen Gründen gehört man dem Bezirk Coesfeld an.
Die Jahre danach Die damals sehr starke 1. Mannschaft spielte in der Gauklasse Emscher-Lippe eine führende Rolle. Nicht immer mit Freude sahen Eltern und Handwerksmeister, daß die Jungen Geld und Karriere weitab vom Heimatort „nutzlos vergeudeten“. Schließlich spielte der SuS gegen Mannschaften aus Bottrop, Oberhausen, Hervest, Dorsten, Coesfeld und Dülmen.
Hauptverkehrsmittel war die Eisenbahn.
Der Verein bemühte sich um Vielseitigkeit im Sport. Es wurde Handball gespielt, geturnt und Leichtathletik betrieben.

1931
In diesem Jahr wurde dem SuS von der Gemeinde Legden, am Fliegenmarkt, ein Tauschgrundstück für einen Sportplatz zur Verfügung gestellt. Auf dem Gelände steht jetzt die Putzwollefabrik „Heka-Putzwolle“. Der Erstellung des Sportplatzes übernahm der SuS.

1932
Das Jahr 1932 war der letzte Höhepunkt des Vereins vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Der SuS hatte sieben Fußballmannschaften, zwei Handballmannschaften und eine starke Turn- und Leichtathletikabteilung. Ab 1933 geriet der Verein in eine Dauerkrise.

ab 1945
Wieder wurde unter erschwerten Bedingungen, die gewisse Ähnlichkeiten mit denen des Jahres 1919 hatten, Fußball gespielt. Der Anschluß an die DJK unterblieb. Die Senioren wurden den Ahauser Kreisklassen zu geteilt.
Hauptverkehrsmittel war das Fahrrad. Weitere Entfernungen überwand man mit einem vom Kornhaus geliehenen Lkw, der mit Holzgas betrieben wurde. Während der Nachkriegszeit boten sich bekannte Clubs aus dem Ruhrgebiet, ja sogar aus Köln, gegen Zusicherung guter Verpflegung zu Freundschaftsspielen an. Auch spätere Oberliga- und Bundesligavereine waren darunter.

1951
Unter skandalumwitterten Begleitumständen verpaßte die erste Mannschaft, die in der 1. Kreisklasse spielte, den Aufstieg in die Bezirksklasse Emsland. In der Aufstiegsrunde waren mit Legden Mannschaften aus Gronau, Wilmsberg und Emlichheim vertreten.

1964
An der Marienschule wurde eine Turnhalle errichtet, die im Jahre 1964 fertiggestellt wurde. Nunmehr bestand auch für Hallensportarten die Möglichkeit ihren Sport auszuüben.

15.07.1964
Vierzehn Tage nach Einweihung der Schulturnhalle wurde durch Kreissportbundleiter Karl Hegemann und Karl Fischer die Turnabteilung gegründet. Die junge Abteilung schloß sich dem SuS an. Durch die Angliederung der Turnabteilung stieg die Mitgliederzahl des SuS sprunghaft an.
Bereits zu dieser Zeit wurde eine Handballmannschaft gebildet, die von Günter Müller betreut wurde. Das Bemühen des Vereins war nur von kurzer Dauer. Auch Schwimmen wurde im Ahauser Hallenbad angeboten.

1965
Der Verein erhielt eine neue Satzung, die den SuS als Mehrspartenverein für alle Sportbegeisterten öffnet.

1965
Das Jahr 1966 war ein Erfolgsjahr. Beide Fußball Seniorenmannschaften stiegen in höhere Klassen auf und die Jugend errang neben der Großkreismeisterschaft den Pokal der Kreis- und Stadtsparkasse.

1968
Anfang des Jahres 1968 wurde im Vereinslokal Koch eine Alt-Herren-Mannschaft gegründet. Mit dem Bau einer neuen Sportplatzanlage wurde begonnen. Die Gemeinde hatte vorher einen Architektenwettbewerb zwecks Erstellung des Sportgeländes ausgerichtet. Der Sportplatz, ein Tennenplatz, wurde im August 1971 feierlich eingeweiht.

1971
Mit einem großen Festprogramm wurde vom 21.08. bis 29.08.1971 das 60jährige Bestehen des SuS gefeiert. Jeder Tag war mit Programmpunkten abgedeckt. Neben vielen Fußballspielen gab auch die Turnabteilung ihr Bestes. Am Sonntag, 22.08. wurde das Sportzentrum am Nordring offiziell eingeweiht. Ab 1971 war der SuS Legden auch mit einer Damenfußballmannschaft am Spielbetrieb beteiligt.
Die Turnabteilung veranstaltete erstmalig einen Volkslauf und Wandertag.

1973
Am 07.02.1973 schloß sich die neu gegründete Tischtennisabteilung dem SuS an. In diesem Jahr wurde von der Jugendfußballabteilung das erste Jugend-Pfingstturnier ausgerichtet. Es nahmen 32 Mannschaften teil.

1981
Die Damenfußballmannschaft steigt in die Bezirksklasse auf.

18.06.1983
Die Alte-Herren der Fußballabteilung feiern ihr 15jähriges Jubiläum. Es wurde eine Chronik zum Festtag herausgegeben.

20.08.1983
Zur Spielsaison 1983/84 (am 20.08.1983) wurde der Rasenplatz im Sportzentrum seiner Bestimmung übergeben.

29.09.1983
Das Clubheim des SuS Legden, daß überwiegend in Eigenregie gebaut worden ist, wurde am 29.09.1983 in Betrieb genommen.

1984
Eine Jugendsatzung wurde von der Generalversammlung verabschiedet.

1973 – 1985
SuS - Sportler gingen auch auf große Reisen. 1973 fuhr eine Abordnung nach Kanada, 1981 in die USA , 1982 zu den Buffalo Soccers und 1985 nach Sao Paulo (Brasilien).

1986
Mit Sportwochen von Samstag, 28.06. bis Samstag, 13.07.1986 feierte der Verein sein 75jähriges Jubiläum. Zum Vereinsjubiläum war auch der Mitbegründer des Vereins, Johannes Große Boymann, angereist. Mit 92 Jahren war er der älteste Gast des Festkommers.
Passend zum Vereinsjubiläum stieg die Damenfußballmannschaft in die Landesliga auf.

1988 – 1989
Mit dem Bau einer Doppelturnhalle an der Brigidenschule wurde am 22.09.1988 begonnen. 13 Monate später, am Freitag, 27.10.1989 fand die offizielle Eröffnung der Turnhalle statt. Durch die Fertigstellung der Doppelturnhalle konnten neue Sportarten in der Gemeinde angeboten werden.

19.06.1989
In einer Informationsveranstaltung am 19.06.1989 wurde die Handballabteilung gegründet.

25.01.1990
Gründungstag der Badminton-Abteilung.

17.03.1991
In der Generalversammlung am 17.03.1991 wurde die neue Satzung des SuS verabschiedet. Der SuS ist nunmehr ein Mehrsparten-Sportverein.

13./14.07.1991
Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen des Sports. Der SuS feierte sein 80jähriges Bestehen mit einem großen Rahmenprogramm.

23.10.1991
Gründungsversammlung der Volleyballabteilung.

18.11.1991
Mit Beschluß des Vorstandes öffnete der SuS seine Abteilungen für die in Legden wohnenden Asylbewerber. Asylbewerber konnten ab sofort unentgeltlich in den Verein aufgenommen werden.

20.03.1992
Die Generalversammlung stimmte einer neuen Jugendsatzung zu.
Der Lauftreff wurde als Unterabteilung in die Turnabteilung eingegliedert.

Ende Juni 1992
Mit den Planungen für eine Cafeteria (Sportheim) an der Doppelturnhalle wurde begonnen. Für die Weiterführung des Projekts war der GSV federführend.

Jan. 1993
Es bildete sich eine Leichtathletikabteilung, die sich nach ca. 2 Jahren wieder auflöste. Das Gründungsgespräch war am 29.10.1992. Die Unterabteilung wurde in die Turnabteilung eingegliedert.

19.03.1993
Von der Generalversammlung wurde eine Ehrenordnung verabschiedet.

15.05.1993
Die Tischtennisabteilung feierte ihr 20jähriges Bestehen.

20.05.1993
Erster sportlicher Wettkampf mit unserem neuen Partnerverein SV Epse in den Niederlanden.


April 1995
Das 1111. Mitglied des SuS, Karin Schulze-Elpert, wurde mit einem Blumenstrauß geehrt. Sch-E. ist Mitglied der Handballabteilung.

11./12.06.1995
Zweiter Vergleichskampf mit dem SV Epse in Legden.

noch 1996
In Eigenhilfe der SuS-Mitglieder wurde eine Toilettenanlage am Sportplatz 2 errichtet. Außerdem wurde der Bau eines Wetterunterstandes bewerkstelligt.

Anfang 1997
Am 04./05.02.1997 gründete sich als Untergruppe der Turngruppe eine Radsportgruppe.

21.03.1997
Bei der Generalversammlung des Jahres 1997 wurde Friedhelm Kleweken neuer Vorsitzender des SuS.

16./25.05.1997
Das Pfingstturnier der Jugendfußballabteilung jährte sich zum 25. Mal. 120 Mannschaften mit 1800 Spielern nahmen an dem Turnier teil.

noch 1997
Von der Fußballabteilung wurde ein neuer Rasentrainingsplatz in Eigenleistung erstellt.

April 1998
Baubeginn für die Erstellung des Sportheimes an der Doppelturnhalle. Das Blockhaus wurde in Eigenleistung der Hallensportler erstellt.

23.05.1998
25jähriges Jubiläum der Tischtennisabteilung.


August 1998
Der „SuS-(Ex)Press“, die Vereinszeitung des SuS, wird erstmals herausgegeben. Bereits in früheren Jahren war eine Zeitschrift unter dem Namen „Angriff“ erschienen, die sich aber nicht durchsetzen konnte.

11./12.08.1998
Feierliche Einweihung des Sportheimes an der Doppelturnhalle.

17.10.1998
Gründung der Karategruppe (Unterabteilung der Turnabteilung). Die Karategruppe hat Anfang 2001 ihren Trainingsbetrieb eingestellt.

Mai 1999
Die erste Fußballmannschaft hat es geschafft. Zum ersten Mal in seiner 88jährigen Geschichte des SuS hat Legden mit dem Titelgewinn den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

21.08.1999
10jähriges Bestehen der Handballabteilung.

24.08.1999
Als 1500 Mitglied des SuS wurde Michael Gruhl – Mitglied der Fußballabteilung -besonders begrüßt.

25.01.2000
Mit einer großen Gala in der Gaststätte „Zur Waldkrone“ am 29.01.2000 feierte die Badminton-Abteilung ihr 10jähriges Bestehen.

April 2000
Dem 400. Mitglied der Badminton-Abteilung, Frau Alwine Uischner, wurde ein Blumenstrauß und eine Urkunde überreicht.

13.11.2000
Als siebte Abteilung hat der SuS eine „Integrative Allgemein-Sportgruppe“ eingerichtet.

noch 2000
Eine Trainingsbeleuchtungsanlage wurde von der Fußballabteilung am Rasenplatz III erstellt.

Februar 2001
Die Baugenehmigung für die Zuschauertribüne am neuen Rasenplatz ist erteilt worden.

März 2001
Den ersten Aufstieg einer Seniorenmannschaft in die Kreisliga seit Abteilungsgründung hat die erste Badminton-Senioren - Mannschaft geschafft.

03.06.2001
Mit einem bunten Rahmenprogramm feierte der SuS Legden seinen 90. Geburtstag.

26.04.2002
„Dahliendorfstadion im Sportzentrum Legden“ ist die neue Adresse des Fußballstadions in Legden.


Ende 2002
Die Herausgabe des „SuS-(Ex)Press“ mußte leider im fünften Jahrgang aus technischen Gründen eingestellt werden.

März 2003
In dem ehemaligen Gebäude des Freibades werden durch SuS-Mitglieder in freiwilliger Arbeitsleistung vier Umkleidekabinen und eine Schiedsrichterumkleidekabine eingerichtet.

Februar 2005
In der ehemaligen Wärmehalle des Freibades wird in Eigenleistung Laminat verlegt, um diese Halle als Kleinsporthalle nutzen zu können.
Im April 2005 finden dort erste Kurse statt und nach Einbau einer Spiegelwand etablieren sich dort alle Tanzgruppen.

August 2005

Die Firma U. Bogenstahl begann im August mit dem Bau des Ricotenplatzes (Allwetterplatz). Die Fertigstellung erfolgte im März 2006.
Über 100.000 € Baukosten (ohne Umzäunung)sind dem SuS entstanden.
Durch eine große Spendenaktion und unter Einbeziehung der Sportförderpauschale des Landes NRW war dieser Platzbau erst möglich geworden. Die Gemeinde Legden gab einen Zuschuss von 12.500 €, die eigentlich für einen neuen Bolzplatz vorgesehen waren.
Die feierliche Einsegnung des neuen Platzes erfolgte im Rahmen einer Feldmesse am Pfingstsonntag (04. 06. 2006) durch Pfarrer Ulrich Hoinka.